Knorpelerhaltende Therapie

Im Rahmen der Untersuchungen wurde bei Ihnen eine Gonarthrose (Arthrose im Kniegelenk) diagnostiziert. Dabei kommt es durch Fehlbelastung und Alterungsveränderungen zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Knorpelabrieb an hauptbelasteten Stellen des Kniegelenkes.
Dieser hyaline Knorpel schützt normalerweise den darunter liegenden Knochen vor Reibung und damit entzündlichen Reaktionen. Dort wo er fehlt, kommt es häufig zu schmerzhaften Entzündungsreaktionen im Kniegelenk. Es gibt mittlerweile viele Behandlungsmethoden, um betroffenen Menschen zu helfen. Häufig jedoch ist letztendlich eine Kniegelenksprothese unumgänglich. Da die Lebensdauer solcher Kniegelenksprothesen noch begrenzt ist (ca 15 Jahre), versucht man zunächst mit konservativen Maßnahmen solche Operationen hinauszuzögern, eventuell sogar zu vermeiden.
Eine dieser möglichen Maßnahmen stellt die Gabe von Knorpelsubstanzen in das Kniegelenk dar.
Hierbei wird Hyaluronsäure mehrfach (3-5 x) per Nadel in wöchentlichen Abständen in das Kniegelenk gespritzt. Dadurch kann es zu einer bis 6 Monate anhaltenden Linderung der Kniegelenksbeschwerden kommen.
Welche Risiken oder Nebenwirkungen bestehen ?
Bei jeder Spritze in ein Gelenk besteht das Risiko einer Infektion des Gelenkes (ca 1: 30000). Deshalb wird das Kniegelenk vorab desinfiziert und steril abgedeckt. Es kann zur Verletzung kleiner Gefäße mit der Nadel kommen, was zu Blutergüssen führt. Die Injektion kann etwas schmerzen, weshalb wir die Hyaluronsäure mit einem lokalen Betäubungsmittel kombinieren.
Die Hyaluronsäure selbst wird normalerweise gut vertragen. In seltenen Fällen kann es zu  entzündlichen Reaktionen mit Überwärmung und akutem Schmerz kommen. In einem solchen Fall hilft die lokale Kühlung. Prinzipiell kann es bei jeder Medikamentengabe zu allergischen Reaktionen kommen, was aber sehr selten vorkommt.

 


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